Veröffentlichungsdatum Geschrieben von Anna
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Über Kaya Archery erhält man Bögen des koreanischen Bogenbauers Kwak Yun-Sik in Holz/Glas(/Carbon)-Laminierung, die in Form und Schussgefühl dem traditionellen koreanischen Horn/Sehnen-Komposit ähneln sollen. Die Wurfleistung ist deutlich besser als die einfacher Vollfiberglas-Reiterbögen und das Preis-Leistungsverhältnis ausgezeichnet. Sie sind trotz des filigranen Aussehens erstaunlich robust und stecken Einiges an schlechter Behandlung weg. Einen günstigeren empfehlenswerten Bogen zum Erlernen einer Daumentechnik kenne ich nicht.

 

Über deutsche Händler verfügbar sind folgende Modelle (Stand 5/2014):

 

- Windfighter (50" lang): Das günstigste Modell, „moderne" Optik, angenehmer Auszug bis ca. 31", sicher bis 33". Seit 05/2014 gibt es noch den Firefox mit ähnlichen Eigenschaften, aber blauer statt roter Lackierung am Bauch.

 

- KTB (48" lang): Etwas besser verarbeitet, dünner Lederbezug auf dem Bogenrücken, durch Carbonlaminat hohe Pfeilgeschwindigkeit, angenehmer Auszug bis ca. 29", sicher bis 32".

 

- KTB XL (52" lang): Wie KTB, aber weiterer Auszug möglich (angenehm bis 33")

 

Besonderheiten:

 

Das vom Hersteller angegebene Zuggewicht wird meist bei ca. 30" Auszug erreicht, die Angaben schwanken aber. Manche Händler messen jeden Bogen einzeln aus, dann hat man Gewissheit.

 

Bögen dieser Form sollten nicht mit Spannschnur aufgespannt werden. Sicherer und schneller geht es so, wie vom Hersteller empfohlen: http://www.hornbow.com/hktbstring.html

 

Der Griff ist aus Gummi und lässt sich ohne Beschädigung des Bogens abnehmen, verkleinern oder durch einen anders geformten aus z.B. Kork ersetzen. So ist es möglich, ihn in der Größe an die eigene Hand anzupassen. Für die koreanische Technik ist es ratsam, ihn in einem runden oder ovalen Querschnitt zu lassen.

 

Ein bekannter Mangel der Kaya-Bögen ist, dass die schwarzen Gummischeiben am Wurfarmende (Sehnenschemel) nicht immer richtig fest sind. Es empfiehlt sich, das vor dem Gebrauch zu prüfen und sie ggf. selbst neu anzukleben. Abgesehen davon kann ich die Bögen aber uneingeschränkt empfehlen.

 

Diverse Kaya-Bögen, teils mit Modifikationen von Griff und Dekoration durch die jeweiligen Schützen, ganz links ein Hwarang (koreanischer Bogen eines anderen Herstellers).

 

(Anna)