Veröffentlichungsdatum Geschrieben von Simon
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Ich greife die Sehne mit einer so genannten "geraden 63". Gerade heißt, dass ich einen 90°-Winkel zwischen Daumen und Sehne habe, während ich ziehe. 63 ist nicht die Nummer des Griffes, sondern die Nummer für die Fingerstellung des Griffes. Die Araber haben ein System, mit dem sie an einer Hand von 0 bis 100 Zählen können. Wen das jetzt spontan interessiert, möge nach "Arabischem Fingerrechnen" schauen, wirklich wichtig ist es erst mal nicht.

Dazu greife ich die Sehne wie auf den Bildern:

 

 

Wichtig ist, dass zwischen Pfeil und Daumen etwas Platz bleibt (2-3mm ungefähr) und dass das körperinnerste Zeigefingergelenk über dem Pfeil bleibt. Beides ist wichtig für einen sauberen Ablass. Viele drücken auch gern den Pfeil mit dem Zeigefinger gegen den Bogen. Das halte ich für sinnvoll, wenn es nur darum geht, sanft den Pfeil auf dem Daumen der Bogenhand zu halten. Mehr Druck führte bei mir immer zu einem deutlich schlechteren Ablass. Daher schieße ich am liebsten ohne mit dem Zeigefinger gegen den Pfeil zu drücken, wenn ich kann.

 

Das eigentliche Verriegeln ist bei mir fast nur ein Pressen der Daumenspitze vor das Mittelfingergelenk, wie man im Bild sehen kann. Dies reicht völlig aus, um den Bogen zu ziehen. Ein "verriegeln" mit dem Zeigefinger führt bei mir immer zu einem schlechten Ablass und unangenehmem Druck auf den Daumennagel oder die Nagelhaut. Beides finde ich unnötig, da ich nur mit diesem Druck auf den Mittelfinger problemlos 80# ziehen und kontrolliert schießen kann. Diesen Druck des Daumens möchte ich besonders betonen, da er von vielen Schützen schlicht ignoriert wird. Dieser Druck vom Daumen entlastet meinen Zeigefinger sehr. Der Zeigefinger übernimmt natürlich auch Last vom Auszug, nur eben den kleinsten Anteil.

 

Im nächsten Artikel habe ich etwas zum Ankern geschrieben. Ich hoffe dies hilft Dir weiter.

 

Simon