Veröffentlichungsdatum Geschrieben von Stephan
Drucken E-Mail

 

Es gibt viele Diskussionen wie der Schütze am besten zu Zielen hat, gerade wenn das Stichwort "System" fällt, ist meist auch alle Romantik dahin.

Ich perönlich bin der Meinung das ein Großteil der traditionellen Schützen mit einem System schießen.

Meist ist es ihnen wohl nicht bewusst oder sie agieren aus einer Unwissenheit heraus.

 

Ich selbst bin ein bekennender System-Schütze.

 

Im Folgenden beschreibe ich euch wie ich ziele:

Unter 15m Meter schieße ich am besten, wenn ich komplett intuitiv schieße. Mich also nur auf den Zielpunkt konzentriere und alle anderen Dinge die mein Gesichtfeld berrühren, wie etwa Bogen oder Pfeilspitze, komplett ausblende.

 

Ab ca 15m schätze ich die Entfernung gefühlt ab. Das passiert weniger in Meterangaben, sondern eher auf einer gefühlten Schätzung. Während dem Ankern fließt dieses Gefühl ganz bewusst in meinen Zielvorgang mit ein.

Ich beginne rein intuitiv bis ich den Anker erreicht habe. Ab da an bis zum Twist, nehme ich die Pfeilspitze bewusst wahr und setze sie in die passende Relation zu dem Zielpunkt. Je weiter der Zielpunkt entfernt ist, desto näher rückt die Pfeilspitze zum Ziel bzw ragt sie ab ca 60m (mein Bogensetup) über das Ziel hinaus.

Nach diesem bewussten Überprüfen der Pfeilspitze konzentriere ich mich wieder voll auf den Zielpunkt und schließe meinen Schußablauf ab.

 

Um es zu verdeutlichen:

 

Diese Art zu Zielen ist auch als Split-Vision bekannt und ist im Mamluk-Kipchak ebenfalls ähnlich beschrieben.

 

Stephan